Tipps für die Reduzierung von Katalogkosten

In den nächsten zwei Wochen genieße ich meinen Urlaub in Schottland. Grund genug über das Sparen zu sprechen. Wobei man ja dem schwäbischen Volksstamm noch eine höhere Affinität zum Sparen nachsagt als den Schotten.
Der Print-Kanal steht immens unter Druck. In einer durchgängigen Cross Media Publishing Strategie verliert er an Bedeutung. Budgets werden auf andere Kanäle verlagert. Automatisierungs- und Einsparungsdruck wächst ständig. Typische Sparpunkte sind beispielsweise:

  • Beschaffung von Druckleistungen
    Eine Ausschreibung im Druckbereich durchzuführen ist einfach. Fragen Sie eine bestimmte Anzahl von Druckern an, erhalten Sie mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Angebot das tiefer liegt als das ihres bisherigen Druckers. Ein schneller Weg um externe Kosten einzusparen. In vielen Fällen sind die deutschen Druckpreise jedoch so niedrig, dass sich die Drucker in einem ruinösen Wettbewerb befinden. In solchen Fällen den Druckpreis weiter zu drücken, erzielt einen kurzfristigen Effekt, ist aber langfristig auch für den Einkäufer nachteilig.  Da verspricht das Konzept des Druck-Kataloges zu überdenken eine nachhaltigern Erfolg: Beispielsweise kann durch Formatanpassung oder einem optimalen Einsatz der Druckmaschine Papier gespart werden.

 

  • Reduzierung Druckkosten
    Neben der Reduzierung der externen Beschaffungskosten steht natürlich Auflagenreduzierung und Reduzierung des Seitenumfangs auf der Agenda. Auch spielt die Frequenz des Kataloges eine wichtige Rolle.
    Auflagenreduzierung bedeutet natürlich Reduktion des Werbedrucks. Die Kernfrage ist natürlich, wie dieser in anderen Kanälen mit geringerem Mitteleinsatz kompensiert wird. Dies setzt natürlich eine enge Abstimmung zwischen einzelnen Abteilungen im Unternehmen voraus vor allem wenn für Print und Online unterschiedliche Abteilungen zuständig sind. Diese Abstimmung wird vor allem elementar, wenn der Print-Katalog zum Anstoss- und Reaktivierungsmedium sich wandelt und Online das Rückgrat der Produktkommunikation wird. Dies ermöglicht auch deutlich mehr Möglichkeiten für eine zielgruppenorientierte Ansprache und Zusammenstellung der Print-Kataloge. Insbesondere weil typischerweise die technischen Möglichkeiten einer Druckmaschine zur Individualisierung meistens nicht ausgeschöpft werden.
    Ein weiterer Aspekt ist die Reduzierung des Seitenumfangs. Dies kann natürlich durch Erhöhung der Artikeldichte auf der Katalogseite erreicht werden. Wobei solche Möglichkeiten eher bei informationszentrierten und weniger bei kommunikativ ausgerichteten Kataloge existieren. Die kritische Überlegung, welches Sortiment im Print-Ktalog überhaut noch dargestellt werden soll, verspricht einen besseren Hebel. Ein mutiger aber auch effektiver Schritt ist, wirklich im Print-Katalog die besten und wichtigsten Produkte (nach der 80/20 Regel) darzustellen und dann in einer integrierten Kommunikation auf die anderen Medien zu verweisen.
    Ein weitere Möglichkeit ist, dass gedruckte Katalog in Randmärkten durch PDF Kataloge abgelöst werden können.

 

  • Reduzierung externer Kosten im Bereich Layout, Satz und Repro
    Dies ist natürlich die klassische Domäne von Database Publishing. Automatisierung im Bereich des Erstseitenaufbaus und einem effektiven Änderungs- und Korrekturworkflow können Kosten bis zu 50% reduzieren. Hier verweise ich auf die anderen blog-Einträge zum Thema ROI von Database Publishing und PIM-Projekten.


Über Fragen und Anregungen freue ich mich.
(Horst Huber)

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